13.09.2018 - Einige Bilder der Arbeiten der ersten herbstlichen Tage 2018

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Ein langer und warmer, aber in unseren Gegenden auch bedenklich trockener Sommer liegt hinter uns. Obwohl ich nur eine Woche Ferien hatte, konnte ich diesen an so manchen Tagen sehr geniessen. Logischerweise war der Drang, bei diesem Wetter im Hobbyraum oder in der Werkstatt zu verschwinden, nicht wirklich da.

Also: Sommerpause auf der Schweizer Alpenbahn!

Und demzufolge auch nichts Neues auf meiner Website.

Nun, da es langsam Richtung Herbst geht, hat mich (wie bisher jedes Jahr ;-) ) das Baufieber allerdings wieder gepackt. Es geht weiter! Ich schreibe im heutigen Baubericht über einige Arbeiten, die ich die letzten Tage angefangen habe. Es ist noch zu früh, um fertige Szenen zu zeigen. Da ich aber gerade die letzten Tage einige Anfragen zu Baufortschritten erhalten habe, werde ich den zwischenzeitlichen Stand der Arbeiten gerne hier veröffentlichen.

Allen, die lange auf Neuigkeiten auf meiner Anlage gewartet haben, danke ich ganz herzlich für ihre Geduld!

Nun wünsche ich Euch viel Spass mit dem Baubericht.

Abnehmbares Anlagenteil auf Segment 7

Auf Segment 7, über dem Schattenbahnhof 4 und dem Hauptwendel der Doppelspur-Strecke liegend, kommt der kleine zwei-gleisige Bergbahnhof der Zahnradbahn zu liegen. Da dieser bereits eine recht ansehnliche Höhe erreicht, muss dieser Teil der Anlage abnehmbar gebaut werden.

Die zwei Bilder unten zeigen den Ort, auf dem diese abnehmbare Konstruktion zu liegen kommen wird (anklicken für eine vergrösserte Version):

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Die Unterkonstruktion ist also bereits vorbereitet, nun ging es an die Konstruktion des Anlagenteils selber. Ich baute diesen vorwiegend in der Werkstatt, logischerweise mit einigen "Ausflügen" auf die Anlage zwecks genauer Anpassung der "Schnittstellen" (bitte das kreative Chaos rundherum ignorieren... ;-) ):

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Die Konstruktion ist, im Gegensatz zu den Gebirgeteilen auf den Segmenten 5 und 8, in Spantenbauweise gebaut. Fliegengitter und Gipsbinden bilden den stabilen Unterbau.

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Verstärkung der Spanten mit Querstreben, die die Geländekonturen ergeben.

Um das Anlagenteil, das am Schluss doch einiges an Gewicht aufweisen wird, einfacher aufsetzen zu können, habe ich "Handgriffe" vorgesehen.

Nun konnte bereits mit der Montage der Trassenbretter der Zahnradbahn begonnen werden:

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Rechts:

Der kleine Gebirgs-Endbahnhof der Zahnrad-Bahn.

Er wird, wie die Talstation, nur aus einer Einfahrtweiche und zwei kurzen Gleisen bestehen. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich die Zahnradbahn auch Digital oder nur Analog betreiben soll.

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Links:

Einpassen einer Holz-Stützwand entlang der Zahnradbahn-Trasse. Diese habe ich aus echtem Holz selbst gebaut. Sie ergibt eine gewisse Abwechslung zu den doch recht häufig vorkommenden Naturstein-Mauern in den Stationen und entlang der Strecke (Bild unten).

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Oben:

Der "Bahnhofsplatz" ;-) der Gebirgs-Station mit eingepassten Stützmauern.

Nun konnte der abnehmbare Anlagenteil fertig gegipst werden. Auch dies geschah nicht auf der Anlage selber, sondern in der Werkstatt. Wichtig war hier der genaue Verlauf der Felsschichten an den Übergängen zu den Nachbar-Segmenten. Diesen hab ich vor dem Gipsen auf die Gipsbinden-Oberfläche aufgemalt. Zusätzlich halfen mir hier Fotos der Segmentkanten der angrenzenden Bereiche. 

An den Übergängen werden später, sobald das Element auf der Anlage an seinem Platz ist, natürlich noch Fein-Anpassungen nötig sein.

Unten:

Der fast fertig gegipste Anlagenteil, noch ganz in Weiss. Die Fels-Strukturen sind bereits herausgearbeitet und harren nun der Grundierung und dann der weiteren Gestaltung.

Zum jetzigen Zeitpunkt entsteht der Eindruck von übermässig viel Fels. Nach der Gestaltung wird dieser Eindruck verschwinden, da erstens Kies und Geröll sowie karge Vegetation darüber angebracht werden wird und zweitens das Gelände zum Teil von Schnee bedeckt sein wird.

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Gebirgsstation Zahnradbahn

Für die Bergstation der Zahnradbahn suchte ich (genau wie für die Talstation in Oberegg) längere Zeit nach einem passenden Gebäude. Leider fand ich keinen Bausatz, der mir wirklich gefiel. Also war auch hier wieder Eigenbau angesagt. Mir schwebte ein Gebäude aus Naturstein vor, wie es im Gebirge oft zu finden ist. Als Anregung druckte ich mir einige Fotos aus dem Internet aus, die ich hier aus Copyright-Gründen aber nicht zeige.

Im folgenden einige Impressionen vom Aufbau des Modells:

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Links:

Die Seitenwände des Gebäudes sind aus Karton. In diesen habe ich, nachdem die Öffnungen für Fenster und Türen mittels Cutter ausgeschnitten wurden, die Steinstrukturen eingeritzt. Mit Teilen aus der Bastelkiste wurden Fenster und Türen gestaltet. Grundieren, lasieren und granieren ergibt die Steinstruktur.

Rechts:

Die hintere Seite der Karton-Teile wird analog einem herkömmlichen Bausatz mit Fensterfolie gestaltet.

Damit die Teile nachher genau zusammen geklebt werden können und sich keine Kanten verbiegen, wurden kleine Kanthölzer verklebt.

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Zusammen kleben der einzelnen Bauteile mit Holzleim. Ein Stück Heki-Dur-Platte bildet den Boden des Gebäudes und erzeugt eine gute Stabilität:

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Für das Dach stellte ich mir eine vier-flächige Konstruktion vor. Diese musste erstmals auf einem Blatt Papier gezeichnet werden:

Autoverlad BLS

Aber wie genau war das jetzt schon wieder mit geneigten Flächen, den Winkeln dazwischen etc...!?

Ein kleines Programm zur Berechnung von Pyramiden half mir, die korrekte Form der Dachteile aufzuzeichnen.

Da mein Dach aber keine perfekte Pyramide darstellt (Dachkante statt spitz zulaufend), war noch etwas zusätzlicher Hirnschmalz erforderlich...

Rechts:

Aufzeichnen der Form auf eine1mm Heki-Dur-Platte.

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Unten:

 

Zusammen leimen der Dachteile. Es passt!

Die Dachziegel-Struktur habe ich mit einem "Stempel" (einem Teil eines Plastik-Dachs aus einem Bausatz) auf die Heki-Dur-Platte geprägt.

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Das Styrodur-Dach wurde anschliessend mit etwas festerem Karton verstärkt und die Oberfläche grundiert:

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Mit der Farbgebung des Dachs sowie dem Anbringen einiger Details wie Dachrinnen etc nähert sich das Gebäude seiner Vollendung. Noch fehlen das Farb-Finish sowie die Fensterläden, Schornsteine und die Bahnhofsbeschriftungen (der Name der Station ist noch nicht bekannt). Auch erhält das Gebäude noch einen Anbau aus Holz, der Ladegüter, Geräte und Werkzeug enthalten soll. Dieser ist gerade in Konstruktion.

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Zahnradbahn-Viadukt auf Segment 9

Die Trasse der Zahnradbahn verläuft einspurig über die Segmente 11, 10 und 9 nach Segment 7, wo sich die Bergstation befindet. Dabei überquert sie auf Segment 9 einen Bergbach. Das Viadukt dazu habe ich kürzlich zu bauen begonnen.

 

Das Viadukt besteht aus selbst geritzten Teilen, welche aus einer Styrodur-Platte ausgeschnitten wurden (siehe Bild unten links). Die Konstruktion selber ist nicht tragend. Die Stabilität entsteht aus der Trasse sowie der Unterkonstruktion, die auf dem unteren rechten Bild zu sehen ist:

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Links:

Provisorische Montage der Viadukt-Teile an der Trasse und auf dem Unterbau. Die Träger werden später, vor der endgültigen Montage, noch auf die korrekte Länge zugeschnitten.

Rechts:

Ansicht aus einer anderen Perspektive. Das Viadukt befindet sich übrigens über der Brückenszene mit Wasserfall auf Segment 9 (siehe auch frühere Bauberichte).

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Nachdem die Passgenauigkeit des Bauwerkes bestätigt wurde, kann dieses nun fertiggestellt werden.

 

Links unten Einbau der vorbereiteten Seitenteile. Rechts sind bereits die Bögen montiert:

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Links:

Die eine Hälfte des Viadukts, hier fehlen noch die Bögen.

 

Unten:

Jetzt muss "nur" noch der Deckel drauf ;-). Doch das ist die etwas schwierigere Arbeit, da alles sehr genau verklebt werden muss.

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Es hat schliesslich gepasst! :-)

Unten sieht man das im Rohbau fertige Viadukt, und schliesslich das Bauwerk eingepasst an seinem Platz auf der Anlage:

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Wachturm-Ruine

Zum Abschluss des heutigen Eintrags im Tagebuch zeige ich noch ein paar Bilder einer kleinen Bastelei am Rande. Die Turmruine, heutzutage als Aussichtspunkt genutzt und von der Bergstation der Zahnradbahn aus zu Fuss erreichbar, wird auf dem abnehmbaren Teil auf Segment 7 stehen. Sie besteht aus Heki-Dur-Platten und ein paar Teilen aus der Restekiste. Doch seht selbst:

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Mit diesen Bildern verabschiede ich mich für heute und wünsche allen Besuchern meiner Website einen schönen Spätsommer und dann einen guten Start in den hoffentlich ebenso sonnigen Herbst.

Ich verspreche, dass es ab nun wieder öfter etwas Neues auf meiner Website zu sehen gibt. 

Es sind noch so viele Baustellen auf meiner Anlage, dass mir der Stoff nicht so bald ausgehen dürfte...

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Bis zum nächsten Mal!

Linus

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