Bauweise

Die Anlage ist in zwölf Segmente aufgeteilt, die in der offenen Rahmenbauweise konstruiert sind. Sie ist trennbar gebaut, allerdings nicht so, dass ich sie dauernd auf- und abbauen kann. Die Rahmen der Segmente sind durch Flügelschrauben in Führungen miteinander verbunden, Steckverbinder sorgen für die elektrische Verbindung der Segmente. Die Segmente sind aber auch autonom betriebsfähig, funktionieren also unabhängig voneinander.

An der Oberfläche werden die Segmentgrenzen kaschiert. Ich mache das mit Farbe und Begrünung oder einer dünnen Schicht Gips oder Moltofill. Müssen die Segmente getrennt werden (wie bei unserem Umzug im Jahr 2014), so müssen beim Wiederzusammenbau die kleinen "Soll-Bruchstellen" der Landschaftshaut repariert werden. Einige sieht man noch heute (Stand Sommer 2016), da ich noch nicht überall die Segmentgrenzen erneuert habe.

Grundrahmen und Tischbeine

Der Grundrahmen ist aus Massivholz Fichte gebaut, das Holz lasse ich mir jeweils im Baumarkt in der gewünschten Länge und Breite zuschneiden. Die Aussenrahmen sind 120mm x 24mm Hölzer, den Innenrahmen baute ich aus Hölzern der Dimension 100mm x 24mm. Das Standard-Segment misst 160cm x 100cm, es gibt aber Segmente mit Abschrägungen sowie welche mit anderen Massen (nach unserem Umzug habe ich eine Neuplanung ab Segment 8 gemacht, da mehr Platz im Hobbyraum zur Verfügung stand).

Hier ein Beispiel des Rahmens der Segmente 1 und 2:

Ich habe mich damals für Tischbeine entschieden, welche ich einfach entfernen kann. Die Beine können problemlos aus ihrer Halterung herausgedreht werden. Zudem sind die Beine leicht höhenverstellbar, womit man kleine Unebenheiten des Bodens ausgleichen und die Anlage immer in der Waagerechten halten kann. Dies ist mir nach dem Umzug ins neue Zuhause entgegengekommen, da der Boden des neuen Hobbyraums nicht exakt gleich war wie am alten Ort.

Blick auf ein kleineres Rahmensegment (Segment 9) mit Tischbeinen:

Aufbau mit Spanten​

Nachdem der Grundrahmen des jeweiligen Segments aufgebaut ist, können die Spanten auf Basis des genauen Trassenplans recht einfach geplant und aus Pappelsperrholz ausgeschnitten werden. Ich verwende 12mm Pappelsperrholz, das gibt der Konstruktion eine sehr gute Stabilität bei vertretbarem Gewicht.

War die Planung korrekt, ergeben die ausgeschnittenen Öffnungen die richtige Steigung der Trassen.

Die obere Kontur der Spante, auf der dann das Fliegengitter und die Landschaftshaut zu liegen kommt, wird zuletzt ausgeschnitten. Vorher werden alle Spanten und Trassen provisorisch zusammengefügt und die Korrektheit der ausgesägten Trassenöffnungen bestätigt.

Das nächste Bild zeigt das gleiche Segment (Segment 9) nach dem Aufbau der Spanten. Das Bild ist älter und zeigt das Prinzip. Segment 9 sieht heute etwas anders (besser!) aus, da es von der Umplanung nach dem Umzug betroffen war.

Fliegengitter und Geländehaut

Sind die Spanten verleimt und verschraubt, kann die Gestaltung der Geländehaut erfolgen. Ob die Gleise zuerst verlegt und schon geschottert werden oder erst die Landschaftshaut erstellt wird, ist situativ unterschiedlich. Grundsätzlich ist es wichtig, die Arbeiten so erfolgen zu lassen, wie es am meisten Sinn macht, nicht nach einem starren Muster.

Meistens verwende ich Alu-Fliegengitter als erstes Trägermaterial für die Landschaft. Es ist leicht zuzuschneiden, anzutackern und kann noch geformt werden. Nervig sind einzig die kleinen spitzen Drähtchen, die sich in die Finger bohren können und auch sonst überall verteilt sind. Ein Pflaster und der Staubsauger bringen dann Abhilfe.

Hier sieht man die mit Fliegengitter überzogenen Spanten:

Das Fliegengitter ist angetackert, nun wird die Oberfläche geschlossen. Man kann hier diverse Materialien verwenden - in Leim getauchtes Klopapier oder Tücher, Zeitungen und vieles mehr. Ich verwende Gipsbinden, da diese dem Konstrukt eine sehr gute Stabilität verleihen.

Das ist wichtig, weil bei meiner Anlage später oft Felsen auf die Landschaftshaut aufgebracht werden. Da ich diese in der Regel mit Stechbeitel und Co. aus dem Gips arbeite, ist eine gute Stabilität notwendig.

Man kann die Gipsfelsen auch in Formen giessen und dann einfach aufspachteln (gute Formen hat z. B. Woodland), dann muss die Konstruktion nicht so viel aushalten. Ich mache das an Orten, wo ich schwer hinkomme. Nachteil ist dann natürlich eine sich evtl. wiederholende Felsstruktur.

Aufbringen der Gipsbinden:

Die Gipsbinden gut durchtrocknen lassen. Nun kann die eigentliche Oberflächengestaltung beginnen. Für Felsen bevorzuge ich Gips (oder ein Gips-/Moltofill-Gemisch), für weniger steile Untergründe eher Moltofill.

Die unteren zwei Bilder zeigen diese Varianten. Wer mehr über meine Felsgestaltung lesen möchte, kann hier nachschauen.: