Steuerung/Elektronik/Signalisation

Die Anlage wird digital betrieben und wird, wenn sie schliesslich fertig befahr- und schaltbar ist, komplett vom Computer betrieben werden können. Zusätzlich können Züge auch manuell gesteuert werden (über Lokführerstände der Steuerungssoftware oder Funk-Handregler). Ich werde hier nur sehr grob skizzieren, wie die Elektrik/Elektronik sowie die Steuerung der Anlage ausgelegt ist. Es gibt genug Seiten im Internet, die  dieses Thema ausführlich behandeln.

Momentan nutze ich als Digitalzentrale die Intellibox von Uhlenbrock. Der Digitalstrom wird in bis jetzt 4 Stromkreisen, welche von separaten Boostern gespiesen werden, über Ringleitungen in die Segmente verteilt. Laut Planung werden es total 5 Boosterkreise werden. Ich werde im Betrieb auf der fertigen Anlage dann sehen, ob das reicht. Es sind allerdings Vorbereitungen getroffen, die ermöglichen, die Anzahl der Stromkreise noch zu erweitern.

Die Spannung des Digitalstroms aus der Zentrale und aus den Boostern wird durch Spannungsreduzierungsmodule (Digital Signal Regler von Arnold Hübsch) begrenzt, um Schäden an Decodern und Fahrzeugen vorzubeugen.

Mittels Gleisbelegtmelder werden die Positionen der Züge über drei Rückmelde-Busse direkt an den Computer zurückgemeldet. Als Steuerungs-Software verwende ich TrainController von Freiwald Software. Dieses Programm erlaubt die automatische Steuerung aller Züge und das Schalten von Weichen, Signalen, Lampen/LEDs, Schranken und sonstigem Zubehör.

Digitalzentrale und Funk-Handregler zum manuellen Steuern von Loks und Schalten von Zubehör. Im Normalbetrieb übernimmt allerdings das Steuerungprogramm auf dem Computer diese Aufgaben und die Zentrale speist dann nur die entsprechenden Befehle an Lok- und Zubehördecoder in die Ringleitungen.

Um die Anlage mit dem Computer steuern zu können, muss diese vollumfänglich im TrainController erfasst werden (Weichen, Blöcke, Signale und anders Zubehör).

Da das Steuerungsprogramm wissen muss, wo sich Züge befinden, müssen unter der Anlage Rückmeldemodule installiert werden. Diese Module erkennen einen Stromverbraucher auf dem Gleis (z.B. Lok oder auch Waggon mit Licht oder Widerstandsachse) und melden den Zustand des Blocks an den Computer.

Ein Block muss mindestens einen Melder besitzen. Ein Block kann aber auch weiter unterteilt werden und so zwei oder drei verschiedene Melder besitzen. Das ist z.B. in Bahnhöfen sinnvoll, wo man Blöcke gerne in zwei Meldebereiche unterteilt (einen Bremsmelder und einen Haltemelder für genaues Halten vor einem Signal). Soll das Gleis in beiden Richtungen befahren werden, können es dann auch drei Melder sein (je ein Haltemelder auf jeder Seite und ein Bremsmelder).

Ähnliches trifft z.B. auch auf Gleiswechsel zu, siehe das Bild unten. Man möchte, dass der Zug vor einer Weiche abbremst (grüner Bereich) und dann zum Halten kommt (roter Abschnitt). In diesem Beispiel können die Gleise in beiden Richtungen befahren werden.

Die Meldeabschnitte des Blocks werden an die entsprechenden Eingänge eines Rückmeldemoduls angeschlossen. Diese Module senden dann die entsprechende Information (belegt/nicht belegt) via S-88 Bus an den Computer.

Die Bilder unten zeigen die Verkabelung von Meldeabschnitten aus einem der Schattenbahnhöfe sowie ein einklappbares Panel mit Rückmeldemodulen und Weichendecodern.

Wird eine Anlage digital gefahren und geschaltet (egal ob mit Computer oder nicht), macht es Sinn, den Digitalstrom mittels Ringleitung durch die Segmente (oder die Anlage) zu führen. 

Gleise, Weichendecoder, Rückmeldemodule, Kehrschleifenmodule, Weichenmotoren und anders Zubehör, sie alle brauchen die Signale von der Zentrale. Mit einer Ringleitung können die Verbraucher ohne allzu lange Anschlusskabel den Strom direkt von der Ringleitung abgreifen. Das Bild unten zeigt ein Beispiel mit Weichenmotoren Hoffmann MWA 02-S:

Signale sind ein Blickfang auf jeder Anlage und zum Glück gibt es seit einiger Zeit wieder schöne SBB-Signale in Spur N. 

Diese Signale sind eigentlich nur Dekoration und haben keinen direkten Einfluss auf die Zugsteuerung. Die Signalbilder werden aber entsprechend gewisser Regeln auf dem Computer mittels speziellen Signaldecodern (QDecoder Z1-16) korrekt geschaltet.

Die folgenden Bilder zeigen das "Unten" und "Oben" des gleichen Abschnitts auf der
Anlage - die Signal-Decoder, die doch recht umfangreiche Verkabelung sowie das Ergebnis, das für den ganzen Aufwand entschädigt: